• News

    Neue Strukturen

    Wir haben uns zum neuen Jahr 2018 neu organisiert. Ziel ist, das Kollektiv zu professionalisieren, mehr Workshops anzubieten, uns stärker inhaltlich weiterzuentwickeln und damit noch mehr Menschen zu erreichen. Die Gruppe hat sich erweitert. Wir sind nun mittlerweile 10 Personen und vereinen somit mehr Wissen und Kreativität denn je im Kollektiv. Zwei von uns werden sich ab sofort intensiv mit Struktur und Organisation beschäftigen um damit die Grundlage für unsere Ziele schaffen zu können.

    Workshop in Reutlingen durchgeführt

    Ende Februar 2018 stand die Lehrveranstaltung an der Hochschule Reutlingen auf unserer Agenda. Der Kurs war mit teilweise über 31 Teilnehmern rappelvoll. Die Entwicklungsstation hat sich dieses Mal mit der Digitalisierung des Modells der Windkraftanlage beschäftigt. Die fleißigen Teilnehmenden haben ein wunderschönes CAD-Modell der Anlage erstellt!

    Der Workshop war ein voller Erfolg mit vielen schönen Impressionen, zufriedenen Teilnehmern und sehr entspannten Anleitenden.

    Anstehende Termine

    • 23.07.-28.07.: 6-Tages-Workshop in Lörrach in Kooperation mit der Kaltenbachstiftung. Anmeldung hier (400€, 100€ ermäßigt) verlegt: Ein neuer Termin wird noch gesucht
    • 24.09.-28.09.: Lehrveranstaltung an der Hochschule Reutlingen
  • Das Kollektiv

    Erneuerbare Ideen - ERNI

    Das sind wir

    Das ERNI Kollektiv besteht aus mehreren Menschen aus dem Raum Kassel, Leipzig und Berlin. Unsere fachlichen

    Hintergründe decken die Bereiche Handwerk, Maschinenbau, Elektrotechnik, umwelttechnische Anlagen (Bauwesen), Regenerative Energien sowie Umwelt- und Ressourcenmanagement ab. Unsere Expertisen haben wir durch Studium, Ausbildung und autodidaktische Ansätze erlangt. Entstanden sind wir aus dem Kollektiv BOEE (Bande Ökologischer Energierebellen), das von 2012 bis 2015 schon viele Erfahrungen mit den von uns angebotenen Workshops sammeln konnte.

    Das machen wir

    Wir bieten Workshops zum Selbstbau von Kleinstwindkraftanlagen an. Hierbei ist es uns wichtig, weltweit verfügbare Materialien zu nutzen. Wir arbeiten daran, die Bauanleitung der Turbine nach Open Source Kriterien zu entwickeln und zu veröffentlichen. Sie basiert auf der Entwicklung von Hugh Piggott. Als Anleiter*innen von einem Workshop möchten wir euch dabei unterstützen, die notwendigen handwerklichen Fähigkeiten für die Fertigung einer Turbine zu erlernen. Durch unsere fachlichen Hintergründe stehen wir darüber hinaus für Fragen und Theoriewissen zur Verfügung.

    Wir bieten unsere Workshops in unterschiedlichen Formaten an:

    • Lehrveranstaltungen richten sich gezielt an Hochschulen und Studierende, die über ein ingenieur*innenwissenschaftliches Vorwissen verfügen. Als Lehrbeauftrage vermitteln wir neben dem Praxisanteil des Workshops Grundlagen zum Thema Windenergie, um den Studierenden den Einstieg in diese Spezialisierung zu ermöglichen. Für Studierende, die bereits über Grundlagenwissen der Windenergie verfügen, bieten wir eine spezielle Entwicklungsstation an, an welcher Wissen vertieft und Einzelkomponenten der im Workshop gebauten Windkraftanlage verbessern oder neu entwickelt werden. Dieses Format bietet nach Absprache mit der Hochschule die Möglichkeit, einen Leistungsnachweis über Creditpoints (ECTS-Punkte) zu erlangen.
    • Selbstversorgung stellt unter anderem für Wagenplätze und andere Projekte mit dem Anspruch einer autarken Energieversorgung ein wichtiges Thema dar. Wir möchten Mensch, die an solchen Orten leben oder arbeiten zeigen, wie sie sich selbst eine Windkraftanlage bauen können, die ihren Strombedarf - zumindest zum Teil - decken kann.
    • Bildungsworkshops sollen offen für alle ohne notwendige Vorkenntnisse sein. Im Vordergrund steht das Kennenlernen handwerklicher Bearbeitungstechniken und die Vermittlung von Wissen zu den Themen Erneuerbare Energien im Allgemeinen, Windenergie im speziellen und Selbstversorgung.

    Kollektivbetrieb

    Wir sind organisiert als Kollektivbetrieb. Das bedeutet, dass wir versuchen, auf hierarchische Strukturen zu verzichten und dass keine Person einer anderen gegenüber weisungsbefugt ist. Entscheidungen treffen und tragen wir gemeinsam und die Entlohnung erfolgt bedürfnisorientiert. Auf diese Weise möchten wir zeigen, dass das Arbeiten in solidarischen, gleichberechtigten und kooperativen Kontexten möglich ist und somit eine Alternative zur konventionellen Betriebsführung aufzeigen.

  • Workshops

    Unsere Workshops sind für bis zu 30 Teilnehmer*innen konzipiert. Wir helfen euch dabei, eine Kleinstwindkraftanlage mit einem Durchmesser von 2 bis 4 m und einer Turmhöhe von ungefähr 10 m zu bauen. Die elektrische Leistung variiert je nach Anlage zwischen 200 bis 1000 W. Die Anlage hat einen Direktantrieb und dient als Batterielader für 12 bis 48 V Systeme.

    Ein Workshop im Schnelldurchlauf

    Bilder sagen mehr als tausend Worte. Schaut euch darum unser Workshopvideo an um einen Eindruck davon zu gewinnen, wie ein Workshop bei uns abläuft. Dieses Video zeigt einen vom BOOE-Kollektiv angeleiteten Workshop. Unser Angebot ist vergleichbar.

  • Die Stationen

    Jeder Workshop ist unterteilt in vier bis fünf verschiedene Bereiche. Diese möchten wir euch hier kurz vorstellen.

    Die Metallstation

    An der Metallstation werden die Gondel und der Mast gefertigt. Vorrangig nutzen wir hierfür recycelten Stahl, z.B. alte Wasserrohre. Gearbeitet wird mit dem Winkelschleifer, Sägen, dem Schweißgerät und Metallfeilen.

    Die Holzstation

    An der Holzstation werden die Rotorblätter hergestellt. Als Baustoff nutzen wir Lärchenholz. Innerhalb weniger Tage wird mithilfe von unter anderem Beiteln, Hobeln, Raspeln und Sägen aus einer rohen Holzbohle ein Rotorblatt gezaubert. Ein kleines Kunstwerk!

    Die Elektrostation

    An der Elektrostation wird der Schaltschrank zusammengebaut. Eine ganze Reihe an elektrischen Bauteilen müssen sinnvoll verbaut werden: Sicherungen, ein Laderegler, Volt- und Amperemeter, etc.

    Bei dem Laderegler handelt es sich um einen elektrischen Schalter, den wir selbst löten. In Zukunft soll dieser durch einen digitalen Schalter auf Arduinobasis ersetzt werden.

    Der Generator

    Der Generator ist ein Scheibengenerator mit zwei Rotor- und einer Statorscheibe. Die Spulen für den Stator wickeln wir selbst. Permanentmagnete aus ferromagnetischem Material auf den Rotorscheiben sorgen für die Spannungsinduktion in den Spulen.

    Die Entwicklungsstation

    In der Entwicklungsstation wird die bestehende Konstruktion auf Verbesserungsmöglichkeiten untersucht. Ideen zur Verbesserung werden gesammelt und ausgearbeitet. Diese Station ist insbesondere Teil von Lehrveranstaltungen und variiert je nach Workshop.

  • Referenzen

    Seit 2015 bauen wir gemeinsam Kleinstwindkraftanlagen

    Hochschule Reutlingen

    Lehrveranstaltung

    Einmal pro Semester bieten wir an der Hochschule Reutlingen eine Lehrveranstaltung an. Hierbei bauen wir gemeinsam mit bis zu 30 Studierenden innerhalb von fünf Tagen eine funktionstüchtige Kleinstwindkraftanlage. Sowohl Bachelor- als auch Masterstudierende können an der Lehrveranstaltung teilnehmen - z.B. aus den Fachrichtungen Maschinenbau, Mechatronik, International Project Engineering und Dezentrale Energiesysteme und Energieeffizienz. Die Studierenden erhalten 2 ECTS für die Teilnahme am Workshop.

    Universität Kassel

    Lehrveranstaltung

    Ähnlich wie an der Hochschule Reutlingen wurden an der Universität Kassel vergleichbare Lehrveranstaltungen durchgeführt. Diese richteten sich vorrangig an Studierende der Fachrichtungen Regenerative Energien, Umwelttechnik und Maschinenbau.

    Klimacamp im Rheinland

    Bildungsworkshop und Selbstversorgung

    In den Sommern 2015 und 2016 haben wir Bauworkshops auf dem Klimacamp im Rheinland erfolgreich durchgeführt. Die entstandenen Kleinstwindkraftanlagen dienen seit dem der Unterstützung der Campinfrastruktur bei der Stromversorgung. Die Workshops boten den Teilnehmenden zudem die Möglichkeit, ein grundlegendes Verständnis für Energie aus Windkraft zu erlangen.

    Kooperationspartner*innen

    Kollektiv für angepasste Techniken

    Gemeinsam mit dem Kollektiv KanTe aus Berlin haben wir schon einige Workshops angeboten und freuen uns darauf, auch in Zukunft mit anderen Kollektiven kooperieren zu können.

    Kooperationspartner*innen

    V3 Power

    V3 Power ist eine Genossenschaft aus Nottingham (UK), die Ingenieur*innendienstleistungen und Bildungsarbeit aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien anbietet.

    Pressestimmen

    Eine Auswahl an Presseartikeln über uns

    Stiftungen

    Förderung von Workshops durch Stiftungen

    Wir konnten in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit der Förderung von Workshops durch diverse Stiftungen machen. In vielen Fällen sind dadurch interessante Kooperationen entstanden. Zu nennen seien an dieser Stelle

    Heidehofstiftung

    EWS
    Stiftung Neue Energie

  • Kontakt

    Hier erreichst du uns. Oder schreib uns einfach eine Mail an: info[at]erni-kollektiv.org